… dann heißt das meistens nichts Gutes. Manchmal soll aber auch nur ein Termin abgesprochen werden. Wenn man als Anwalt aber angerufen wird, weil sich der/die Richter/in bedanken möchte, dass man in der Gerichtsverhandlung 2 Tage zuvor sich nicht hat von der Gegenseite provozieren lassen und ihrer Meinung nach nur deswegen eine Einigung möglich war, dann freut man sich als Anwalt – irgendwie jedenfalls.
Oder wollte sie mir durch die Blume sagen, dass ich zu harmlos aufgetreten bin?
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Ich glaube nicht. Die Gegenseite griff mich in diesem Termin massiv an. Ich habe mich davon nicht beirren lassen. Nur einmal hatte ich gebeten, ausreden zu dürfen und wurde etwas lauter. Selbst die Richterin wies den Beklagten zurecht, weil er meinte, mich persönlich angehen zu müssen. Sonst erlebe ich das nur vor den Familiengerichten. Meist, wenn Frauen (=Zicken) unter sich sind. Beim Arbeitsgericht – wie hier – ist sowas dann doch eher selten.
Solch einen Anruf bekommt man wahrscheinlich nur einmal alle paar Jahre.
Andererseits hab ich selbst schon dran gedacht, mich bei einem Richter nachträglich zu bedanken. Einmal tat ich dies unmittelbar nach der Verhandlung, da er meinem Mandanten die Rechtslage deutlich aufzeigte, was der Mandant vorher von mir nicht hören wollte. Es ist erstaunlich, wie viele Leute es gibt, die erst dann glauben, dass sie um Unrecht sind, wenn’s Ihnen ein Richter sagt.